Sonntag, 28. Juni 2015

Sturz + Zahn + Lippe = ochnein...

Donnerstag vor einer Woche bekam ich einen Anruf aus der Schule. Marieke war in der ersten Pause gestolpert und mit dem Kopf auf den Tisch geknallt. Die Lippe blutete und die Schule riet zu einem Arztbesuch. Da Marieke sich auch nicht traute den Mund weiter zu öffnen, dachte ich anfangs dass sie sich ledich etwas weh getan hätte. Lippe blutet ja recht schnell. Was wir erst später bei der Kinderärtin feststellten, sie hatte sich mit dem unteren Eckzahn senkrecht in die Oberlippe gepieckt. Damit wurden wir spontan zum Chirurgen verwiesen. Dort kam auch Anne hinzu, was vielleicht nicht ihre beste Idee an diesem Tag war, sie kann nunmal kein Blut sehen. Es dauerte nicht lange und ihre Gesichtsfarbe passte sich der weißen Wand an. Jetzt saß ich mit zwei Opfern im Warteraum. Nun bot der Arzt auch Anne spontan seine Hilfe an, aber ein Glas Wasser verbesserte die Lage wieder. Mariekes Lippe wurde inzwischen mittels Spritze betäubt und einige Zeit später wurde die Wunde genäht. Babybrei und Trinkhalm waren am ersten Tag sehr hilfreich und eine Woche später konnte der Faden auch schon wieder entfernt werden.


Gehen und kommen...






Als wir vor zwei Wochen sonntags vom  Ostseebesuch wieder nach Hause kamen mußten wir feststellen, dass eine von Mariekes Mäusen leider gestorben war. Natürlich war Marieke sehr traurig und hat geweint.
Aber wir haben uns überlegt wie wir von Tapsi Abschied nehmen können und neben der Alternative "Schwarze Tonne" hat Marieke sich für einen Platz im Blumenbeet entschieden. Sie hat ihr dann noch einen Stein bemalt, war ein paar Blumen pflücken und schrieb sogar noch einen Abschiedsbrief.
Als ich Marieke abends im Bett noch etwas trösten wollte sagte ich ihr dass Tapsi ja nun ein kleiner Stern am Himmel ist. Sie meinte daraufhin dieses sei Quatsch was ich sage und wenn wir am nächsten Tag nachschauen, würde Tapsi immer noch im Blumenbeet liegen. In den Himmel kommt man nicht einfach so sondern wenn dann nur mit einer Rakete.
Einige Tage später waren wir dann in der Zoohandlung und haben statt einer neuen Spielgefährtin für Tipsi gleich zwei mitgebracht, Flik und Flak. Meine Vorschläge Hupsi und Pupsi wurden gar nicht erst in die engere Wahl genommen.



Freitag, 5. Juni 2015

Reflex...

Wenn Hendrik etwas auf dem Boden krabbeln sieht wird es kurz begutachtet und dann entscheidet er spontan: gefällt mir oder nicht. Letzteres bedeutet dass er schnell drauftritt oder mit einem Stock schlägt. Obwohl wir ihm immer wieder sagen dass diese Tiere auch leben dürfen und auch wichtig sind, Hendriks Reflex ist oftmals schneller.
In Hendriks Kindergartengruppe gab es in den vergangenen Wochen ein interessantes Projekt. In einem Aquarium wurden Kaulquappen gehalten und die Kinder konnten deren Wachstum verfolgen. Heute nun war es soweit, aus der Kaulquappe ist inzwischen ein kleiner Frosch geworden und heute wollten ihn die Kinder verabschieden. Bevor er in die Freiheit hüpfen konnte durften ihn die Kinder nochmals auf die Hand nehmen. Als Hendrik an der Reihe war hatte das kleine Fröschlein genug und hüpfte von der Hand. Die Erzieherin rief noch "nicht bewegen, stehen bleiben", aber da war er wieder, dieser Reflex... Die Erzieherin versuchte anschließend noch schnell die Kinder abzulenken, zum Glück war vom Frosch nichts mehr übrig geblieben. Reine Reflexsache...